Rauhnudelbetteln
Heid is d´Rauhnacht...
Am
5. Januar, dem Abend vor dem Dreikönigsfest,
ist die letzte der gefürchteten
Rauhnächte am Ende des
alten und zu Beginn des neuen Jahres. Man sagt auch
die
„foaste Rauhnacht“.
An
diesem Abend machen sich die „Rauhnudelsänger“
auf den Weg. Es sind Kinder
und Jugendliche, die
verkleidet und vermummt bei Einbruch der Dämmerung
zum
Rauhnudelbetteln von Haus zu Haus ziehen.
Sie klopfen an jede Tür und rufen,
singen oder
murmeln ihren alten Spruch:
| „Heid
is d´Rauhnacht, wer hots aufbracht? A oider Mo is über d´Stiang oberkrocha, hot si Birndl und Boandl obrocha, Kropfa heraus, Kropfa heraus, oder i stich enk a Loh ins Haus. D´Schlüssel hör i klinga, Kropfa werns uns bringa. Kropfa heraus, Kropfa heraus, oder i stich enk a Loh ins Haus“ |
Rauhnudel
= „ausgezogener“ Krapfen