|
Das
Pfingstvogelsingen, auch Wasservogelsingen genannt,
ist wohl einer der ältesten
Kultbräuche, die in unserer
Gegend bis heute noch üblich sind.
Am Pfingstsonntag
ziehen eine Anzahl Burschen, auch Mädchen, bei Einbruch
der Dämmerung in wasserfester Kleidung von Haus zu Haus.
Die Sänger bzw. Wasservögel werden beim Singen nach-
stehender
Liederreime, von den Fenstern und Balkonen aus,
mit Wasser begossen. Auf
die Bewohner jeden Hauses bezogen
singen die Burschen Lobstrophen, auch
Neckereien und Bettelreime.
Wenn das ganze Dorf abgesungen ist, wird der
Erlös unter den
Beteiligten aufgeteilt, oder gemeinsam bei Speis und
Trank ausgegeben.
Der
Text des Liedes ist fast in jedem Dorf der gleiche. Manche
Strophen aus
dem Stehgreif unterscheiden sich von einem Dorf zum andern.
Der Kehrreim des Liedes ist überall derselbe:
"Heit is de Heilige Pfingsnocht,
hod da heilige Geist gsogt, warum schloft`s ned?
So reisen, so reisen wir daher."
Eine Auswahl von Strophen:
..."Mir san so brösltrucka,
als wia a Ofaglucka"...
..."Der Bauer hat a neu`s paar Schuah,
und geht damit der Stalltür zua"...
..."Mir ham oan va da neia Welt,
der tuat a so ums Silbergeld"...
home |